Foto:Günter Blutke
über:

"Meine erste Praktica von 1953 liegt noch bei mir im Schrank, dicht daneben die vergleichsweise exklusive Exakta Varex. Fotos in der Art wie ich sie heute gern mache, ordentlich gebaut, reich an grafischen Strukturen und Tonwerten, hielt ich damals für Fingerübungen. Eine altersspezifische Arroganz. Die einzige akzeptierte Fotografie jener Zeit war Menschenfotografie, geprägt von Haltungen, die vorbildhaft in den Katalogen der Family of Men zu erleben waren.

Meine erste und einzige systematische Beschäftigung mit Fotografie verschaffte mir ein mehrjähriges Fotografik-Nebenstudium in der Klasse von Johannes Widmann an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Berufsziel: Illustriertenfotograf.

Mein zukünftiger Chefredakteur bot mir einen Kuhhandel an: ein Jahr Schreiber, ein Jahr Fotograf. Herauskam eine Mischung, d.h. ich fotografierte in meinem Berufsleben immer dann, wenn es für meine Redaktionen nützlich war oder billiger, bei teuren Reisen beispielsweise.

Vor einiger Zeit habe ich angefangen, Negative aus den Praktica-Zeiten und aus den Zeiten des schreibenden Bildreporters bzw. des fotografierenden Schreibers zu scannen. Aus Neugierde auf das, was ich vor den Naturfotos so alles gemacht habe."

Günter Blutke im August 2009.

Mehr von und über Günter Blutke, siehe: www.blutke-naturfotos.de