Prinz Eduard in der Stiftskirche

Prinz Eduard in der Stiftskirche

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Ein Prinz will zurück

Eduard von Anhalt kam Anfang 1990 mit großen Plänen in das Land seiner Vorfahren zurück. Zurück nach Ballenstedt, wo seine Geburt am 12. Dezember 1941 unter der Nummer 175 im Standesamt registriert worden war: Prinz Julius Eduard Ernst August Erdmann von Anhalt.

Natürlich wollte er einen Teil seiner Schlösser, Ländereien, und Kunstwerke zurück, aber er plante auch für den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes Anhalt, das als Freistaat nach Europa sollte. Bei diesem ersten Anlauf nahm er kaum mehr als das Duplikat seiner Geburtsurkunde mit in sein Münchener Mietshaus.

In den Jahren seitdem hat er sich bei Ballenstedt ein kleines Schlößchen als eine Art Sommersitz eingerichtet. Für einen Teil der nach 1945 beschlagnahmten Kunstschätze in den Museen des Landes erhielt er finanzielle Entschädigungen. Und von Berlin aus betreibt er eine Stiftung, ein Hilfsprojekt für Rußland, mit dem sich die Anhaltiner traditionell verbunden fühlen. Jene berühmte Zarin Katharina stammt aus ihrer Familie.

Berlin, den 01.04.2013